„Ich schaue mir jeden Tag die Berge an – jeden einzelnen Tag“

Einblicke hinter die Jenner-Kulissen. Heute stellen wir euch unseren Geschäftsführer der Gastronomiebetriebe Thomas Hettegger vor. Seit Mai 2018 leitet Thomas die damals neugegründete Jenneralm GmbH und führt mit viel Leidenschaft und Gespür das Team der beiden Restaurants Halbzeit und Jenneralm, sowie den Jennershop an. Der gelernte Hotelkaufmann aus St. Johann im Pongau lebt seit einigen Jahren in Berchtesgaden und hat nun einen neuen Lieblingsberg – den Jenner.

Eine große Herausforderung war für Thomas die Eröffnung des großen Panorama-Restaurants „Jenneralm“ im Juni 2019 nicht. Denn mit seiner langjährigen Berufserfahrung in der Hotellerie – vor allem im Hotel Edelweiss Berchtesgaden – weiß Thomas, was es bedeutet, einen neuen Betrieb zu eröffnen. „Es ist immer das gleiche Chaos. Die Baustelle wird auf die letzte Sekunde fertig, man hat lauter neue Mitarbeiter und man kennt sich noch nicht so gut. Aber das ist immer und überall das Gleiche“, so denkt Thomas schmunzelnd an die Zeit zurück. Ein großer Vorteil war natürlich, dass bereits im August 2018 das Restaurant Halbzeit an der Mittelstation eröffnet wurde. So konnte man sich im Juni vergangenen Jahres ganz auf die Eröffnung der Jenneralm konzentrieren. Eine der größten Herausforderungen im Eröffnungssommer 2019 war die fehlende Markise auf der Sonnenterrasse der Jenneralm. „Es war einfach zu heiß. Die Gäste konnten teilweise bei schönem Wetter nicht draußen sitzen“, erklärt Thomas. Die Genehmigung für den Sonnenschutz an der Bergstation erfolgte erst nach der großen Eröffnung. Während dem laufenden Betrieb, sowie in der Wintersaison konnte die riesige Markise nicht montiert werden. Diesen Sommer aber ist der Genuss auf der Jenneralm-Terrasse mit entsprechendem Sonnenschutz perfekt.

Ein gutes Jahr nach der Eröffnung schaut Thomas Hettegger zufrieden auf die ersten Erfolge zurück. Ein starkes und engagiertes Team hat sich zusammengefunden, viele Freundschaften haben sich gebildet. Erste Firmen-Veranstaltungen, sowie eigene Events konnten erfolgreich durchgeführt werden. „Es dauert einfach ungefähr ein Jahr, bis man seine Mannschaft zusammen hat und alles reibungslos läuft“, schildert der erfahrene Gastronom.

An starken Tagen werden aus der großen Küche der Jenneralm bis zu 1.500 Essen geschickt. Sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Küche und bis zu 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Service sorgen für den kulinarischen Genuss in der Jenneralm. Wenn alle 300 Sitzplätze auf der Sonnenterrasse gefüllt sind, ist einiges los. Wie schafft man es da, als Chef ruhig zu bleiben? „Wenn man selber nicht ruhig bleibt, werden alle nervös. Die richtige Personaleinteilung ist das Wichtigste, dann läuft´s“, erklärt Thomas. Lange warten muss man in den Jenner-Restaurants nicht, denn die Abläufe sind perfekt koordiniert. Dennoch würde sich der Gastronomie-Chef wünschen, dass die Gäste mehr Zeit mitbringen „sich einfach zurück lehnen, die Aussicht genießen, einen entspannten Tag haben, es sich einfach gut gehen lassen“.

Vormittags ist Thomas im Büro in der Talstation und erledigt die administrativen Aufgaben. Abrechnungen, Veranstaltungsplanung, Besprechungen und viele weitere organisatorische Aufgaben füllen den Vormittag. Wenn aber die Uhr langsam auf die Mittagszeit zugeht, fährt Thomas mit der Jennerbahn auf seinen Lieblingsberg rauf: „Der Jenner ist einfach Klasse. Die Abwechslung zwischen der Büroarbeit und die Mitarbeit im Restaurant macht mir richtig Spaß. Es ist jeden Tag schön, auf den Berg rauf zu fahren“.

Für einen aktiven Gastronomen steht die praktische Arbeit immer an erster Stelle. „Jeder Gast soll zufrieden und glücklich nach Hause gehen. Wir bemühen uns, jeden Wunsch zu erfüllen“. Nach einem anstrengenden Arbeitstag darf man sich auch als Chef eine Pause gönnen und den Ausblick ins Hagengebirge genießen. „Ich schaue mir jeden Tag die Berge an – jeden einzelnen Tag – und sie schauen jeden Tag anders aus“, schwärmt Thomas.

Die Qualität permanent zu steigern und das Angebot zu erweitern, sind die vorrangigen Ziele der exklusiven Gastronomie am Jenner. Bereits im ersten Betriebsjahr wurde die Speisenkarte erweitert und auf aktuelle Trends eingegangen. Zum Beispiel gibt es zur Erfrischung in diesem Sommer eine selbstgemachte „Haus-Limonade“. In der Halbzeit mischt Kellner Sebastian einen einmaligen Martini-Rosato-Sommerspritzer – besonders mittwochs beim Sundowner-Abend empfehlenswert. Auch der kulinarische Genuss kommt nicht zu kurz: neue Schmankerl wie hausgemachtes Wildgulasch oder Kaiserschmarrn mit frischem Apfelmus und Zwetschgenröster lassen jedes Feinschmeckerherz höher schlagen. Der Einkauf regionaler Produkte steht hierbei an erster Stelle – ganz neu im Sortiment: die frischen und kreativen Tee-Sorten von Bioteaque aus dem Chiemgau.

Auch wenn Thomas am liebsten „Strammer Max“ mit einem heißen Cappuccino zum Frühstück verzerrt, wird in den kommenden Wochen das Frühstücks-Angebot der Jenneralm – auch in „Vitaler“-Hinsicht erweitert. Künftig kann man das „Jenneralm Deluxe Frühstück“ buchen und genussvoll in den Tag hinein schlemmen. Lasst euch überraschen!

Die Jenneralm ist erst seit einem Jahr geöffnet, so arbeitet Thomas bereits seit 2018 am Jenner (Eröffnung Halbzeit & Sektion I im August 2018). Zuvor war er Geschäftsführer im Hotel Edelweiss Berchtesgaden. Der wesentliche Unterschied zwischen einem Hotel im Tal und einem Bergrestaurant ist die Arbeitszeit: „Um 18 Uhr ist an der Jennerbahn und in den Restaurants Feierabend und man kommt zur Ruhe. Im Hotel arbeitet man 365 Tage – 24 Stunden. Den positiven Unterschied schätze ich an meinem außergewöhnlichen Arbeitsplatz sehr“.

Spontan gefragt: drei Eigenschaften, die das exklusive Panorama-Restaurant Jenneralm ausmachen: „Die Terrasse mit dem Ausblick in den Nationalpark, die Architektur und die besondere Küche“, zählt Thomas Hettegger stolz für sein Herzstück auf.

… bis bald am Jenner!